Der Weg der Integration ist ein vielschichtiger.
Wir machen in unseren Atemsitzungen mannigfaltige Erfahrungen.
Wir entdecken neue Aspekte unseres Seins und Daseins.
Wir stoßen in neue Dimensionen unseres Bewusstseins vor, bekommen
Einsichten, Ahnungen und Erkenntnisse. Wir beschäftigen uns intensiv mit den
Fragen: „Wer bin ich?“ oder „Woher komme ich, wohin gehe ich?“
Unser alltäglicher Bewusstseinsrahmen erweitert sich und wir überschreiten
diesen und erleben die Transzendenz (vertikale und horizontale
Transzendenz - Sylvester Walch) dieser Erfahrung. Wir sind gefordert eine
neue persönliche Kosmologie zu entwickeln, eine Vorstellung über die
Menschheit, die Erde, die Natur, das All – Eine, das Göttliche, mit
dem wir verbunden sind. Wir öffnen oder durchschreiten das Tor zu
spirituellen oder mystischen Erfahrungen.
In den Atemsitzungen kommen wir auch mit starken
Energien in Kontakt, die ein großes Heilpotential in sich tragen –
kosmische Energien, spirituelle Energien- oder wir erleben unsere
unmittelbare schöpferische Lebenskraft. Wir entdecken Dimensionen von
Liebe und Hingabe. Wir nehmen teil an einem großen Heilsritual –
indem wir uns auf vielen Ebenen in Richtung Ganzwerden und Ganzheit
hinbewegen.
Die Atemsitzung initiiert und fördert die Entwicklung
eines „holotropen Entwicklungsprozesses".
Somit erleben wir eine intensive „Entwicklung“
unserer selbst, eine manchmal stürmische Zeit der Selbst -
Entdeckung, in der wir Schicht um Schicht um unser wahres Sein
herum ent - wickeln, um den ursprünglichen Kern unserer
selbst zu entdecken. Auf diesem Weg können wir lebendige Keimzellen
freilegen, aus denen auf unserem Lebensbaum neue Knospen entstehen können.
Manchmal müssen auch alte Schichten und dürre Äste absterben und abgeworfen
werden. Alte Wunden können vernarben, unbrauchbare Wildtriebe können
entfernt werden.
Bei unserem Integrations- und Wachstumsprozess brauchen wir Zeit, Sorgfalt,
Bedachtsamkeit, Geduld, Hingabe und Muße, damit diese Dinge in Ruhe
entstehen und wachsen können.
Die „Abenteuer der Selbst – Entdeckung“, die
vielfältigen intensiven Erfahrungen der Atemsitzungen mit ihren
unterschiedlichen Qualitäten, die vielfältigen spürbaren, merkbaren oder
auch fast unmerklichen Transformationsprozesse müssen im Alltag auf ihre
Bedeutung, ihre Wichtigkeit, ihren Platz, ihre Anwendbarkeit und
Umsetzbarkeit überprüft werden.
So können sie ein lebendiger und lebbarer Teil von uns werden.
Es ist ein manchmal anstrengender, stürmischer,
manchmal auch leidvoller und oft ein freudvoller, beglückender Weg den wir
begonnen haben. Ein Weg der uns jeden Tag ein Stück weiter zu uns selbst
führt und uns jeden Tag ein Stück mehr an Lebendigkeit schenkt.
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Wir hungern nach dem Göttlichen und nach einem
inneren Durchbruch. Früher oder später wird er passieren. Wenn wir
begreifen, dass wir zutiefst mit dem Ganzen und mit allen anderen Wesen
verbunden sind. Unser Getrennt Sein ist eine Illusion und der größte
Irrtum unserer Zeit. Solange das menschliche Dasein als getrennt von der
höchstens Wirklichkeit erfahren wird, plagen uns Zweifel, Unwissenheit,
Illusion und Sinnlosigkeit. |
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In der regelmäßigen Meditation können wir uns dieser Erkenntnis
annähern. Die Transformation die wir anstreben, wird niemals
ausschließlich durch spirituelle Praxis erreicht. Es geht um mehr als um
unsere eigenen Bemühungen, so heroisch sie auch sein mögen. Unsere
Praxis soll im Alltag in einer liebevollen Präsenz und in einer
ständigen Beziehung zu dieser Wirklichkeit ihre Fortsetzung finden. Sie
führt in den Alltag und ins ganz gewöhnliche Leben.
Wir erreichen keine
Transformation durch das, was wir tun, sondern durch unser Einswerden
mit der Quelle, aus der alles fließt.....
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Mystische Erfahrungen weisen uns den Weg
hin zur nächsten Entwicklungsstufe unseres Bewusstseins. ... Sie weisen
uns Wege, unsere Ich - Struktur zu transzendieren und unser
menschliches Verhalten zu ändern. Die Erfahrung der Einheit besitzt eine
transformierende Kraft, die unser menschliches Verhalten grundlegend
verändert. |